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Entstehungsgeschichte
des Eurasiers
Im Jahre 1960
entstand in Weinheim a. d. Bergstraße durch Kreuzung von Chow-Chow
und Wolfsspitz eine Hunderasse, die zunächst "Wolf-Chow"
genannt wurde und die nach der Einkreuzung des Samojeden im Jahr
1973 in EURASIER umbenannt und vom FCI/ VDH anerkannt
wurde. Der Name EURASIER verweist dabei auf die Herkunft - Europa
und Asien - der drei Ausgangsrassen. Die Zielsetzung des
Rassegründers, Julius Wipfel, war und ist ein gesunder Familien-
und Begleithund mittlerer Größe mit ruhigem ausgeglichenem
Wesen und hoher Reizschwelle, dessen Anpassungsfähigkeit und
Gefolgstreue zu seiner gesamten Familie ihn zu einem angenehmen
Familienmitglied machen.
Auszug aus dem Rassestandard: FCI – Standard - Nr. 29
Der Eurasier ist ein harmonisch aufgebauter, mittelgroßer,
spitzartiger Hund mit Stehohren, der in verschiedenen Farbschlägen
(wolfsgrau, falben, rot, schwarz und schwarz mit hellen Abzeichen)
und mit einer Haarlänge, die Proportionen des Körpers noch
erkennen lässt, gezüchtet wird. Die Rumpflänge beträgt
etwas mehr als die Widerristhöhe (bei Rüden: 52 cm - 60 cm; bei Hündinnen
48 cm - 56 cm) bei mittelschwerem Körperbau (bei Rüden 23 -
32 kg; bei Hündinnen: 18 - 26 kg). Der Eurasier hat raumgreifendes
Gangwerk, mit viel Schub und gutem Vortritt.
Der Eurasier - ein idealer Familienhund
Was den EURASIER so beliebt macht, ist sein selbstbewusstes, ruhiges
und ausgeglichenes Wesen, seine gute Erziehbarkeit und seine stark
ausgeprägte Verbindung an sein Familienrudel. Seine Feinfühligkeit
bedingt ein außerordentliches Gespür für die Stimmung seiner
Menschen. Der EURASIER fügt sich in alle unterschiedlichen
Lebenssituationen ein: in das Leben auf dem Bauernhof, in der
Etagenwohnung oder im Einfamilienhaus mit Garten. Fremden gegenüber
zeigt der Eurasier zunächst zurückhaltendes Verhalten. Er ist
wachsam, ohne lautfreudig zu sein, und er hat keinen ausgeprägten
Jagdtrieb.
Eurasier vertragen weder grobe Behandlung noch ständige
Unterbringung in einem Zwinger oder gar Ankettung an eine
Hundehütte. Allerdings - welcher Hund überhaupt verträgt das?
Wirkliche Freude an seinem Eurasier wird derjenige haben, der
ihn als vollwertiges Mitglied im Familienrudel aufnimmt
Um das bisher Ausgeführte auf eine kurze Formel zu bringen:
Eurasier sind Hunde, deren Besonderheit es ist, eben nicht um jeden
Preis etwas "Besonderes, Ausgefallenes" zu sein, sondern
eben "nur" dies: sich willig und problemlos in unsere
Lebensverhältnisse einzupassen und - richtige Behandlung
vorausgesetzt - in ihrer liebenswerten Art zu einer wirklichen
Bereicherung unseres oft so tristen Alltags zu werden.
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